Zustand des Nähtischchens vor der Restaurierung

Die Konstruktion des Nähtischchens zeigte sich vor Beginn der Restaurierungsmaßnahmen sehr desolat. Die Leimfugen der Zapfenverbindungen an Zargen und Beinen waren gelöst und zum Teil durch frühere fehlgeschlagene Konsolidierungsversuche mittels Nägeln beschädigt. Gleichermaßen führten Nageleinschläge zur behelfsmäßigen Fixierung der Tischplatte zu Absplitterungen und Verlusten an den furnierten Bereichen des Möbels. Hinzukommen großflächige Furnierverluste, Entfestigungen der Holzsubstanz im Bereich der unteren Beinenden sowie starke Vergrauungen des Lackes.

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Schadensbilder – Nähtischchen vor der Restaurierung

 

Durchgeführte Restaurierungsmaßnahmen

Die Restaurierung des Tischchens beinhaltete die erneute Verleimung der gelösten Verbindungen sowie die Festigung desolater Holzsubstanz. Sämtliche Furnierfehlstellen wurden ergänzt und ihrer Umgebung mittels Retuschen farblich angepasst. Der erhaltene Überzug konnte regeneriert und damit die Vergrauungen beseitigt werden.

In Absprache mit dem Kunden wurde darüber hinaus eine Rekonstruktion der Tischplatte durchgeführt. Entsprechend der angenommenen Enstehungszeit des Tischchens bildet eine Schellackpolitur den abschließenden Überzug der Platte.

 

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Nähtischchen nach der Restaurierung, mit rekonstruierter Platte

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